Widerstand
von Pia
06. November 2025
Die Frage, was als Widerstand gegen den Nationalsozialismus bezeichnet werden kann oder darf, lässt sich nicht einfach beantworten. Sie ist unter Historikern umstritten und reicht von Vorstellungen eines aktiven Umsturzversuches (Widerstand im engeren Sinne) bis hin zu Formen widersetzlichen Verhaltens. So entstanden diverse Modelle zur Einordnung des Widerstandes. EBERHARD BETHGE schlug eine fünfstufige Skala vor, welche „einfachen, passiven Widerstand“, „offenen ideologischen Gegensatz“, „Mitwisserschaft an Umsturzvorbereitung“, „aktive Vorbereitung für das Danach“ und „aktive Konspiration“ unterschied. Andere wie DETLEV PEUKERT werteten Kleinformen des Widerstands, wie das Hören von „feindlichen“ Radiosendern, als aktiven Widerstand und stuften die „Nonkonformität“ als sehr hoch ein. Die Autoren KLAUS GOTTO, HANS-GÜNTHER HOCKERTS und KONRAD REPGEN entwickelten eine vierstufige Skala, welche den Widerstand wie folgt gliedert: „punktuelle Nonkonformität“, „Verweigerung“, „Protest“ und als letzte Stufe „Widerstand im engeren Sinn“.
(Quelle: https://www.ns-dokuzentrum-rlp.de/fileadmin/gedenkarbeit/PDFs/M1.pdf; zuletzt abgerufen am 6.11.25.)